Der Weg zum Pferd: Kontaktaufnahme, Führung - Team! Teil 4

Wie näherst du dich deinem Pferd? Das WIE ist von entscheidender Bedeutung für all das, was danach kommt - Führen, Putzen, Satteln bis hin zum Reiten. Dein Pferd merkt sofort anhand der Art und Weise wie du dich bewegst, ob du gestresst bist, ängstlich oder draufgängerisch oder ob du wirklich in dir ruhst. Aufgrund dieser Wahrnehmung wird es für sich entscheiden, ob es sich dir gern anschließt oder deine Gegenwart eher meiden möchte. 

Viele Menschen trampeln regelrecht mit nach vorne geneigtem Oberkörper auf ihr Pferd zu oder schleichen sich gar mit angespannter Muskulatur an - beides sind unnatürliche Bewegungen, die Pferde beunruhigen. 

Bitte gehe deshalb, wenn du dich deinem Pferd näherst, völlig entspannt aber klar und ohne zu zögern auf dein Pferd zu - so kann es deine Absicht problemlos deuten. 

Wenn ich mich einem meiner Trainingspferde nähere, so hängen meine Arme aus lockeren Schultern herab, ihr Schwerpunkt ist zentriert und tief. Ich atme ebenfalls ruhig und tief. Ich könnte zu jeder Zeit anhalten und meine Bewegung ins Rückwärts umkehren. Ich befinde mich absolut in meiner Balance. Auch hier ist natürlich wieder die innere Einstellung das A und O. Und das Sein im Hier und Jetzt. 

Neben der Körperhaltung ist es auch wichtig, welchem Körperteil des Pferdes du dich näherst. Sich von hinten zu nähern wäre unklug und gar gefährlich, denn jedes Pferd kann sich erschrecken und ausschlagen. Diese Position würde auch treibend wirken und dein Pferd würde vielleicht sogar folgerichtig reagieren indem es weggeht. Also nähern wir uns immer seitlich auf Höhe der Schulter dem Pferd. 

 

Respektieren der Privatsphäre

Jedes Individuum hat einen persönlichen Bereich, einen privaten Raum, in den es fremde oder unerwünschte Lebewesen nicht einfach hineinläßt. Auch wenn deren Absichten friedlich sind. Ein Pferd sollte wissen, dass wir Menschen diese Individualdistanz haben und sie auch entsprechend respektieren. Natürlich gilt das auch umgekehrt! Aus diesem Grund ist es so entscheidend, WIE wir uns unserem Pferd nähern. 

 

Einander Begrüßen

Das Pferd spürt sehr genau in der ersten Berührung, im ersten Kontakt, mit welchem Gefühl du dich ihm heute näherst: Bist du wütend und unsicher oder gut gelaunt und entspannt? Der erste Kontakt mit dem Pferd soll meiner Meinung nach immer auf freiwilliger Basis geschehen und niemals aufgezwungen werden. Egal, ob du dein Pferd nun auf Koppel, Paddock oder in der Box begrüßt. 

Ich warte immer den Moment ab, bis sich das Pferd mir zuwendet, denn nur dann ist der Kontakt auch in seinem Sinne. Dabei reicht mir schon das kleinste Signal wie ein Blick. Übrigens kann auch der erste Kontakt vom Pferd aus gehen. Wichtig ist hier nur, dass jeder die Privatsphäre des anderen respektiert und die Berührung entsprechend freundlich und nicht aufgezwungen ist. 

 

Pferde wollen folgen

... denn es ist ihre Natur. Um aber eine wirkliche, tiefe und harmonische Partnerschaft zu erleben, müssen wir für das Pferd zu dem werden, dem zu folgen es sich lohnt. Denn entweder schließt sich mein Pferd mir an, weil es vollkommen davon überzeugt ist, dass ich die beste Option bin, um es sicher durchs Leben zu bringen, oder nicht. Es gibt keine Grauzone dazwischen! Aber wie werde ich nun zu so jemandem? Führen ist alles andere als leicht. In Wahrheit ist Führen eine hoch komplexe Angelegenheit, bei der du aber die Basis für ein harmonisches und vertrauensvolles Team legst, das gerne füreinander arbeitet.  Richtiges Führen bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen. Nicht zu unterdrücken. Ich muss bei der Sache sein, mich konzentrieren und auf den Ausdruck meines Pferdes achten. In meiner Arbeit lebe und praktiziere ich verschiedene Führpositionen.  Ein neues Trainingspferd z.B. führe ich mit anderthalb/zwei Metern seitlich hinter mir. Hier übernehme ich aus Pferdesicht die Position der Leitstute und bestehe darauf, dass mein Pferd komplett seitlich hinter mir bleibt und diesen Abstand auch einhält. Der Vorteil ist hier, dass sich ängstliche und unsichere Pferde hier sehr gut auf mich konzentrieren, da ich mit reichlich Abstand in einem guten Blickwinkel zu ihnen stehe bzw. mich bewege. Habe ich ein Pferd näher kennengelernt und respektiert das Pferd mich als Führungspersönlichkeit so arbeite ich bei der gymnastizierenden Handarbeit z.B. in der Position auf Höhe der Schulter des Pferdes. Verlade ich ein Pferd so schicke ich mein Pferd eher, befinde mich also eher treibend am hinteren Ende des Pferdes. Es gibt also nicht DIE Führposition sondern jede Position sollte für eine andere Aufgabe genutzt werden. 

Sowohl das Führen für mich als Mensch als auch das Folgen des Pferdes OHNE Zug am Seil sind natürlich sehr angenehm. Pferde beantworten Druck immer mit Gegendruck bzw. beantworten Ziehen immer mit "Gegenzug". Kennt ihr die Menschen, die ihre Pferde immer hinter sich herziehen müssen? Diese Pferde lassen sich auch wirklich ziehen, sie antworten auf das Ziehen am Seil nicht mit Folgen sondern mit "sich Ziehen lassen". Also absolut kontraproduktiv oder? 

Richtig ausgeführt wirkt das Führen wie ich es lebe eher wie eine Art Einladung, der man auch gern folgen möchte. Dann gibt es für das Pferd auch keinen Grund, gegen das Seil zu ziehen. 

Ich sehe auch oft, dass viele Menschen ihr Pferd eher zögerlich führen, sie gehen stockend, blicken immer wieder zurück, scheinbar um zu sehen, ob das Pferd auch noch da ist. Kennt ihr so jemanden? So verhält sich kein Lebewesen, das führt. Die Leitstute schaut sich nicht um, ob der Rest der Herde ihr folgt oder nicht. Sie ist die Leitstute, bei ihr fühlen sich die anderen Pferde sicher. Sie folgen ihr garantiert. 

Achte auch darauf, dass das Seil beim Führen deutlich durchhängt (natürlich nicht den Boden berührt!). Gehe aufrecht, locker, und völlig selbstverständlich und blicke nach vorne in die Weite. 

 

Stehen bleiben bitte!

Das Stehen bleiben ist für mich eine der wichtigsten Lektionen, die ein Pferd auf seinem Weg zum sicheren Reitpferd lernen MUSS. Stehen bleiben bedeutet, sich nicht zu bewegen. Vielen Pferden ist das im Alltag einfach nicht klar, weil sie es ganz einfach nie gelernt haben. Das ist das Stehen bleiben am Putzplatz, das Stehen bleiben, wenn wir eine Stallkollegin treffen, mit der wir uns gern unterhalten möchten und natürlich das Stehen bleiben beim Aufsitzen. Was ich hier den Pferden beibringe, ist der Unterschied zwischen "sich bewegen" und "sich nicht bewegen". Und als nächster Schritt "Wer bewegt wen?". 

Das funktioniert natürlich wiederum nur durch eine klare Kommunikation. Wenn ich aus welchem Grund auch immer stehenbleiben will, bleibe ich stehen. Und zwar immer. Geht das Pferd weiter, holt es sich selbst irgendwann einen Impuls am Seil. Ich werde nicht weitergehen oder das Pferd als Strafe rückwärts richten. Andere Situation: Das Pferd bleibt stehen obwohl ich weitergehen möchte. Was tun? Am Seil ziehen? Mit Leckerchen locken? Nein. Bleibt das Pferd stehen obwohl ich führen möchte (vorausgesetzt es hat keine Angst oder Unsicherheit)  gehe ich unbedingt weiter. Ich gehe entweder nach rechts oder links oder ändere die Richtung, wende also in die entgegengesetzte Richtung ab. Hat das Pferd am Boden verstanden, dass ich diejenige bin, die das Pferd bewegt oder stehen lässt, wird es auch später im Sattel damit keine Probleme haben.  

 

Wir werden ein Team!

So, die ersten Grundsteine haben wir bis hierher gelegt. Du verstehst nun dein Pferd als Spezies. Du weißt, wie du dich deinem (und jedem anderen) Pferd näherst, wie du es führst. Der Respekt deines Pferdes ist dir nun sicher. Doch jetzt gilt es, auch das Vertrauen deines Pferdes zu gewinnen. Denn eines ist klar: Nur bei gegenseitigem Respekt und Vertrauen wächst du mit deinem Pferd zu einem Team zusammen.

 

Lerne richtig zu kommunizieren

Grobmotorig, geschwätzig und unklar - so wirkt der Mensch aus Pferdesicht. Das liegt daran, dass jedes Körpersignal für Pferde eine Bedeutung hat. Wir Menschen vernachlässigen aber in der modernen Welt die Körpersprache absolut und verlassen uns auf die verbale Kommunikation. Damit uns unsere Pferde als jemanden wahrnehmen, der wirklich etwas zu sagen hat, müssen wir unsere Körpersprache reduzieren und vor allem klar und eindeutig machen. Beispiel: Eine Stallkollegin arbeitet mit ihrem Pferd. Sie wird abgelenkt und untermalt ihr Gespräch mit einer für das Pferd fremden Gestik. Weil das Pferd dieses Gefuchtel nicht verstehen kann, schaltet es ab und lernt daraus, die Körpersprache des Zweibeiners ignorieren zu können - er hat ja sowieso nichts zu sagen. Hier sollte immer versucht werden, die Körpersprache auf das Notwendige zu reduzieren. Dann erhältst du dir auch die Aufmerksamkeit deines Pferdes. 

2 Dinge sind wichtig für das Pferd, um einen "Job" - eine Aufforderung - durch den Menschen auszuführen: Es muss verstanden haben, was der Mensch will und es muss körperlich in der Lage dazu sein. Das heißt, ich als Mensch muss seinen Job klar formulieren. 

 

Verantwortung übernehmen

Der Ranghöhere führt. Das bedeutet aber nicht mehr Rechte oder Privilegien sondern ganz klar mehr Verantwortung. Wer führt, muss ständig aufmerksam sein und mögliche Gefahren von denen abwenden, die er führt. Er ist derjenige, der allen am meisten dient. Bist du dir dieser Verantwortung bewusst? Bist du bereit, Schutz zu gewähren? 

 

Fehler sind erlaubt

Lass mich dir sagen: Sei mutig, mache Fehler. In der menschlichen Welt ist das meist anders, ich weiß. Hier muss jeder perfekt und fehler- und makellos sein. Aber ich finde Fehler durchaus positiv - nämlich dann, wenn wir aus ihnen lernen.  Wer keine Angst hat, etwas falsch zu machen, bleibt locker oder? 

 

Gib deinem Pferd einen Job!

Wie war das früher? Da wurden Pferde nicht zum Spaß gehalten. Da hatte jedes Pferd einen Job. Vor der Kutsche, vor dem Pflug oder im Sattel. Pferd und Mensch waren ein eingespieltes Team, sie arbeiteten zusammen. Pferde sind sehr soziale Lebewesen. Sie wollen wissen, was ihre Aufgabe an der Seite des Menschen ist. Haben sie diese Aufgabe - diesen Job - verstanden und sind auch körperlich dazu in der Lage, brauchen sie keine besondere Motivation. Sie geben alles für uns. 

 

Pferde sind keine Kuscheltiere!

Kennt ihr das? Menschen wollen berühren, anfassen, die Welt mit den eigenen Händen erkunden. Also gehen sie auch auf körperlichen (Kuschel) Kontakt zum Pferd. Leider achten die wenigsten darauf, ob das Pferd diese Berührung nun als angenehm empfindet oder sie nur duldet oder sogar ablehnt. Das hängt natürlich vom individuellen Pferd ab, von seiner Tagesform und auch von der Art, wie diese Berührung erfolgt. 

Wie viele Fotos sehe ich von Menschen, die ihre Pferde am Kopf innigst berühren. Es ist oft deutlich zu sehen, dass das Pferd auf dem Foto diese Form der Berührung am Kopf überhaupt nicht mag. Wie übrigens auch bei uns Menschen ist der Kopf des Pferdes sensibel, die Augen gelten als Sitz der Seele. 

Erinnert euch doch einmal an das Gefühl, das ihr als Kind hattet, wenn die Tante euch immer am Kopf oder sogar im Gesicht tätschelte, in die Wange kniff oder küsste mit den Worten "Ach, wie bist du aber groß geworden!" Regelrecht aufdringlich oder? Meiner Meinung nach dürfen Berührungen niemals aufgezwungen werden. 

 

Achtung Vertrauensverlust!

Ein gutes Vertrauensverhältnis kann nur entstehen, wenn du dein Pferd seiner Art gemäß behandelst. Wer sein Pferd quer über den Platz treibt oder im Roundpen herumscheucht, bewirkt das Gegenteil: Aus Pferdesicht wird es vom Menschen gejagt, es schließt sich uns doch dann keineswegs freiwillig an sondern ergibt sich, weil es keinen Ausweg sieht. 

Dein Pferd über den Platz zu scheuchen bringt keinerlei Vorteil. Noch dazu schadet aus biomechanischer Sicht der Gesundheit des Pferdes. Dein Pferd versteht nicht, was du damit bezweckst. Es sieht darin im Schlimmsten Fall eine Bedrohung, im besten Fall aber jemanden, der keine Ahnung von Pferden hat. 

 

Wie lobst du richtig?

Windmühlenartig predige ich es in Einzelcoachings und in Kursen: Lob motiviert - Mensch und Pferd gleichermaßen. Nur kommt es mir immer wieder so vor, als ob in unserer heutigen Zeit das richtige Gespür dafür verloren gegangen ist. Wie lobt man richtig, welches Gefühl ist dem anderen angenehm und welches nicht. Welche Art von Lob ist für dein Pferd genussvoll und motivierend? 

Manchmal habe ich den Eindruck, als würden Menschen ihre Pferde loben, als würden sie ihre Fenster zuhause auf Hochglanz polieren. Vom Gefühl für ein Lebewesen fehlt da jede Spur. Noch Schlimmer finde ich das Klopfen des Halses. Pferde verstehen zwar sicher irgendwann, dass dieser rhythmische Schlag als Lob gemeint ist. Doch angenehm ist es ihnen deshalb noch lange nicht. 

Deshalb streichle und kraule dein Pferd am Hals, am Widerrist und rede lobend und zufrieden mit ihm. Es erkennt am Tonfall deiner Stimme, dass du lobst, stolz bist und zufrieden. Wichtiger aber, als die tatsächliche Geste ist die innere Einstellung. Denn diese - deine - innere Einstellung nimmt dein Pferd durch alle körperlichen Handlungen hindurch wahr. 

Ich distanziere mich ganz klar von Futterlob. Warum? Weil das Futterlob in erster Linie nicht dem Pferd sondern dem Mensch dient. Denn wäre es wirklich ein Lob für das Pferd, könnte man die Karotte auch auf den Boden oder in den Futtertrog legen. Aber das Pferd soll ja das Futterlob direkt mit dem Menschen verbinden - das wirkt auf mich wie ein Erkaufen der Freundschaft des Pferdes. 

Was dazukommt: Aus Sicht des Pferdes bedeutet die Fütterung aus der Hand etwas völlig anderes. Es darf plötzlich in den Individualbereich des Menschen eindringen, in seine Intimsphäre, das ist dem Menschen plötzlich völlig egal. Das Pferd wird sogar noch dafür belohnt, dass es so nahe rankommen darf. 

Und das ranghöhere Pferd in der Herde würde niemals sein Futter mit dem rangniedrigeren Pferd teilen. Nein, so sind Pferde nicht. 

 

Viel Freude mit euren tollen Vierbeinern! Genießt die Zeit mit diesen wundervollen Wesen und gebt alles, euer Pferd auch pferdegerecht zu behandeln. 

 

 

 

 

Quellen: Ilja van de Kasteele, Bernd Hackl

 

 

 

Klarheit in der Kommunikation - Teil 3

Pferde kommunizieren untereinander immer eindeutig und klar. Die Bedeutung unseres Wortes "vielleicht" kennen sie nicht. Wir Menschen werden meist so erzogen, möglichst höflich zu sein. Diese falsch verstandene Höflichkeit bringt uns dann oft dazu, Dinge nicht auszusprechen bzw. nicht das zu sagen was wir denken oder wollen. Überlege selber einmal, hältst du dich im Job oder im Freundeskreis oder sogar in der Partnerschaft oft lange zurück - bis das "Fass überläuft"?  Dann reagierst du erst. Und natürlich umso heftiger. Warum?

Pferde verstehen diese Art der Kommunikation nicht. Durch eine solche Kommunikation verunsicherst du dein Pferd ungemein. Du bist nicht klar. Übrigens ist diese Art der Kommunikation auch für den Job, den Freundeskreis und schon gar nicht für deine Partnerschaft förderlich - ganz im Gegenteil.

 

"So hab ich das doch nicht gemeint...." diesen Satz kennt jeder von uns oder? 

Doch Pferde wollen Klarheit!

Klarheit zeigt sich nicht in äußeren Gesten sondern in dem festen Willen etwas durchsetzen oder erreichen zu wollen und in meiner eigenen Sicherheit, das auch zu können. Ich bin der festen Ansicht, dass im Umgang mit Pferden, also im Horsemanship, eine starke Persönlichkeit wichtig ist. Ich als Mensch muss wissen, was ich möchte. Zögere ich oder bin ich unentschlossen, spürt das mein Pferd. Hinterfragt euch einmal selbst: Was strahlt ihr aus, wenn ihr zögerlich seid oder euch nicht so ganz für etwas entscheiden könnt? 

Wenn du dir nicht sicher bist, so suche dir Hilfe, lerne dazu und dann handle - sicher und bewusst. 

Dein Pferd vertraut dir nur dann, wenn DU dir absolut über dich selbst im Klaren bist. 

 

Klarheit entsteht im Inneren, durch einen Gedanken und durch deine feste Absicht, diesen Gedanken auch wirklich umzusetzen. 

 

Erst dann zeigt sich Klarheit im Äußeren, in der Mimik, Gestik und deiner Handlung. 

 

Oft stelle ich fest, die Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, was sie im Umgang mit ihrem Pferd eigentlich möchten. 

Kleines Beispiel: Viele Reiter/Pferdemenschen stört es nicht sonderlich, wenn ihr Pferd (auf der Suche nach Leckerlis) direkt auf sie zu kommt und mit der Nase anstupst. Ohne zu fragen, darf das Pferd in deren persönlichen Bereich eindringen. Wird aus so einem kleinen Stupser aber ein heftiger Stoß, weil das Pferd vielleicht den Kopf hochreißt vor Schreck , wird es vom Menschen geschimpft. 

Diese Situation wird von Pferd und Mensch unterschiedlich bewertet. Für das Pferd liegt hier keine Klarheit und es kann das Schimpfen und Maßregeln des Menschen weder nachvollziehen noch verstehen. 

 

Wie wir uns nun dem Pferd nähern und schließlich zum Team werden lest ihr im 4. und letzten Teil meiner Blog-Serie zum Thema Pferdeverhalten "Der Weg zum Pferd: Kontaktaufnahme, Führung --> Team!" in den nächsten Tagen. 


Pferde sind immer der Spiegel deiner Seele.


Nicht auf dem Pferd sollst du reiten, mit dem Pferd sollst du reiten.               Mark Rashid